Parenterale Ernährung als Lebensretter

Die parenterale Ernährung ist eine in Krankenhäusern angewandte Ernährungsweise, die manchem schwer erkrankten Menschen das Leben retten kann. Hier wird, in Infusionen verpackt, ein ausgewogenes Gemisch aus Nährstoffen direkt ins Blut geleitet. Die Infusionen enthalten alles, was der Körper des Kranken benötigt, was bedeutet, dass das Magen-Darm System umgangen werden kann.

Die parenterale Ernährung kommt vor allem bei Komapatienten zur Anwendung, aber auch frisch operierte Menschen und solche, die an Erkrankungen des Magen-Darm Traktes leiden, und deswegen nicht auf herkömmliche Weise verdauen können, werden über eine Infusion ernährt. Durch diese Form der Ernährung ist es möglich, einem Menschen alles, was er an Nährstoffen braucht, also Kohlehydrate, Fett und Eiweiß, aber auch Vitamine und Mineralstoffe.

In einer Glasflasche, in der die Lösung für die parenterale Ernährung enthalten ist, finden sich verschiedene Stoffe. Die Glukoselösung ist mit Fetten, Elektrolyten und allerlei anderen Stoffen angereichert. Ein Mensch, der in einer tiefen Bewusstlosigkeit, also einem Koma gefangen ist, braucht etwa eine Energiemenge von 4 Kilojoule pro Stunde und Kilogramm Körpergewicht, um die Körperfunktionen aufrecht zu erhalten. Einige Krankheitsbilder, wie etwa Verbrennungen, erfordern trotz Koma eine höhere Flüssigkeits- und Energiezufuhr.

Viele Menschen müssten ohne die parenterale Ernährung langsam verhungern, da sie auf anderem Wege keine Nahrung oder Flüssigkeit zu sich nehmen können. So ist zum Beispiel nach einer schweren Operation diese Art der Nahrungsgabe eine häufig praktizierte Maßnahme, um einen Patienten schonend wieder genesen zu lassen. Zwar wird nur das Nötigste an Kalorien verabreicht, sodass eine Gewichtsabnahme ab und an nicht zu vermeiden ist, doch immerhin lässt sich auf diese Art manches Leben erhalten.

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