Diät in Verbindung mit Alkohol

Auch, wer nach einer wirklich ausgewogenen Diät lebt, und die ganze Woche über viel Salat und Obst ist, um Kalorien zu sparen, ist nicht davor gefeit, zuzunehmen. Der Feind, der hier im Wege steht, heißt Alkohol. Man möchte es gar nicht meinen, wie viele Kalorien man an einem schönen Abend, den man zusammen mit Freunden in ausgelassener Stimmung verbringt, zu sich nimmt, wenn man nicht Wasser oder zuckerfreie Limonaden als Getränk für sich aussucht. Selbst die Apfelschorle, die viele als besonders kalorienarm einschätzen, enthält einiges an Zucker, dabei kommt sie aber noch lange nicht an Schnaps und Bier, was den Gehalt angeht. Einer Diät, ob nun dauerhaft gelebt oder nur für eine gewisse Zeit, ist der Konsum von Alkohol also in keinem Fall zuträglich.

Es ist ärgerlich, dass im Rahmen einer Diät wirklich auf alle Genüsse verzichtet werden muss. Was hilft es aber, sich die ganze Woche lang zu kasteien und zu verzichten, wenn alle eingesparten Kalorien am Wochenende wieder aufgenommen werden? Da könnte man dann auch gleich normal essen und stattdessen die Bierchen weglassen, die sich so schön an den Hüften und bei den Männern auch am Bauch anlegen. Das wäre deutlich weniger Verzicht. Ein Pils hat satte 125 Kalorien, da kann man sich auch einen Snack gönnen. Wer geht schon abends aus und trinkt nur ein einziges Pils? Ein Glas Weizenbier mit einem halben Liter Inhalt kommt auf stolze 200 Kalorien; zwei davon ersetzen also ein vollwertiges Mittagessen. Im Vergleich dazu: Eine Diät, bei der man nur 600 Kalorien am Tag zu sich nehmen darf, wäre dann mit drei Weizenbier komplett ausgefüllt, man dürfte dazu nichts mehr essen. Das wäre aber fatal, denn Alkohol auf nüchternen Magen macht sehr schnell betrunken. In dem Bewusstsein, was sie da an „Pfunden“ in sich hinein kippen, würden bestimmt viele Menschen auf ihr abendliches Bier verzichten. Da aber Alkohol in der Form von Wein, Bier, Sekt und auch Schnäpsen als Wohlstand gilt, den man sich ab und an gönnen möchte, wird der Gehalt an Kalorien stillschweigend ignoriert.

Menschen, die Kalorien zählen, können mit einer ausgewogenen Unterlage ruhig ein wenig Alkohol bewusst genießen. Das Trinken an sich ist ohnehin nicht mehr gesellschaftsfähig. Gegen ein Glas Wein am Abend, das man mit allen Sinnen genießt, ist auch im Rahmen einer Diät nichts einzuwenden. Wer sich informiert, wie viele Kalorien sein Lieblingsgetränk pro Glas hat, kann diesen Konsum ohne viel Aufwand in seinen Kalorienplan mit einrechnen. So bleibt das böse Erwachen auf der Waage aus und das Tabu Alkohol muss nicht erst aufgestellt werden. Was man sich lange Zeit selbst verwehrt, das will man irgendwann so sehr, dass man nicht mehr darauf verzichten kann. Das beste Beispiel ist der Heißhunger auf Schokolade, den man fast bei jeder Diät irgendwann verspürt.

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