Nichts essen ist keine Fastenkur

Nur, weil man eine Zeit nichts festes an Nahrung zu sich nimmt, ist dies noch lange keine Fastenkur. Zumindest keine, die man auch wirklich zum Wohle seiner Gesundheit unternimmt. Eine Fastenkur muss entsprechend vorbereitet werden. Wenn man körperlich, und auch seelisch nicht auf das Fasten eingestellt ist, und es vielleicht sogar nur tut, weil man nicht als Außenseiter in einer Gruppe dastehen möchte, ist das Fasten ein Unterfangen ohne viel Erfolg. Der Entschluss zu fasten muss also ehrlich und ohne Kompromisse gefasst werden. Und selbst dann reicht es nicht, einen oder zwei Tage nichts zu essen und dann weiterzumachen, als hätte es diese Tage gar nicht gegeben.

Gründliche Vorbereitung ist wichtig. Ein Tag zur Entlastung, bei einer Arbeitswoche empfiehlt sich der Freitag, muss angesetzt werden. Danach erfolgt das Abführen, durch Einlauf oder Abführsalz. Der Samstag und der Sonntag sind die ersten beiden Fastentage, an denen man sich durchaus einmal schlapp und wie erschlagen fühlen kann. Um wirklich etwas für seinen Körper zu erreichen, sollte das Fastenbrechen erst am Donnerstag darauf erfolgen, und zwar am Abend und zum Beispiel nur mit einem Apfel. Hier sofort wieder normal zu essen, hätte drastische Konsequenzen für die Verdauung. Auch die nächsten Tage sollte man noch etwas auf leichte Kost achten. Eine Gewichtszunahme von etwa zwei Kilo in diesen ersten Tagen nach dem Fasten ist normal; der Darm füllt sich wieder. Es ist empfehlenswert, jedes Mal langsam zu essen, und sofort aufzuhören, wenn das Sättigungsgefühl einsetzt. Das Fasten ist ein guter Zeitpunkt, um die Ernährung, aber auch die Essgewohnheiten umzustellen.

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